Töne aus Soft- und Hardware
29 Feb
Nicht nur moderne, sondern auch ältere Synthesizer wie der CS6x von Yamaha bieten tolle Möglichkeiten, besonders wenn sie mit PlugIn Boards wie dem PLG150-AN, erweitert werden können. Doch bis diese Möglichkeiten so funktionieren, wie man es will, vergeht schon mal ein Sonntagnachmittag, oder es wächst die Erkenntnis, dass es manchmal nicht so geht, wie man es sich vorgestellt hat.
Nun – vorgestellt hatte ich mir zum Musizieren etwas in der Art von Jean Michel Jarre aus dem Album Equinoxe. Nichts bestimmtes, nur “in der Art” sollte es irgendwie funktionieren und klingen. Neben dem Yamaha Synth für die Klänge, gab es auch noch die Roland MC-307 Groovebox, welche für den Rythmus (Drums), und ein paar Effektsounds via RPS herhalten sollte. Und natürlich sollte das PlugIn Board PLG150-AN die Bass Sequenzen liefern.
Das Ziel war also, die drei Geräte dazu zu bewegen, über MIDI synchron zusammen zu spielen, und das, ohne eine Software (DAW) wie z.B. Samplitude oder Cubase bemühen zu müssen. Leider gab es keinen Knopf, Schalter, oder Poti, der sowas automatisch macht, und so kam ich nicht umhin, mich durch die Setup- und MIDI Menüs zu wurschteln, um dem Ziel näher zu kommen.
Schließlich hat Jean Michel Jarre bei der Produktion von Equinoxe auch nicht so viel mehr Gerätschaften zur Verfügung gehabt, prinzipiell wenigsten nicht. Und so wollte mein Dickkopf eben an diesem Sonntagnachmittag durch die Wand, weil die Technik doch da war.
Erschwerend kam hinzu, dass ich mir in den Kopf gesetzt hatte, das der Tempo-Poti am CS6x das gesamte Tempo der 3 Instrumente steuern sollte, weil der MC-307 ein solcher Tempo-Poti fehlt.
Bei der MC-307 muss man mittels Menü und Daten-Rad (Value) das Tempo einstellen, was wenig spontan ist. Zwar lässt sich das Tempo mit dem Turntable-Slider variieren, aber doch nur begrenzt.
Die Möglichkeiten des CS6x Synthesizer von YAMAHA, bzw. mein “durch ein Menü durchblick” Verständnis brachten mich an diesem Sonntagnachmittag dann aber doch nicht dahin, wo ich gerne angekommen wäre.
Nach einem intensiven Studium der Handbücher der Roland MC-307, des YAMAHA CS6x, und der PLG150-AN PlugIn Karte, funktionierte nur die Groovebox mit dem PLG150-AN im Voice-Modus des Synthesizers problemlos synchron.
Im Performance Modus, egal ob mit aktivierter Master Keyboard Funktion, oder ohne, ließ sich die PlugIn Karte nicht zum Tempo des Synthesizers synchronisieren. So wie ich das Handbuch von YAMAHA verstanden habe, würde das nur dann funktionieren, wenn die Groovebox (Sequenzer) als MIDI Taktgeber fungieren würde, doch dann gäbe es wiederum keine Tempo-Poti. Arrgh!
Jetzt mag sich der Eine oder Andere fragen, warum den das Poti für das Tempo so wichtig ist. Das hat einen ganz einfach Hintergrund, denn man kann damit bestimmte Phrasen, oder schwierige Stellen besser einstudieren. Tempo ganz langsam, und Ton für Ton mit spielen, dann etwas schneller, und noch schneller, bis es im richtigen Tempo sitzt. Dazu hat man schließlich solche musikalischen Sklaven wie Grooveboxen und Sequenzer.
Man erinnere sich nur an frühere Zeiten, wenn man am Klavier versucht hat, zum Plattenspieler, oder zur Kasette mitzuspielen. Gerade schnelle Liks, oder verschobene Rhythmen waren da kaum richtig zu lernen.
Ich muss zugeben mit meiner Idee gescheitert zu sein. Vielleicht hab ich etwas nicht richtig verstanden, oder in den Handbüchern nicht gefunden, aber der CS6x Synthesizer von YAMAHA kann sein PlugIn Board PLG150-AN im Performance-Modus nicht synchronisieren. Schade eigentlich, weil so eine nette Session mit Jean Michel Jarre im Equinoxe Stil dem studieren von Handbüchern weichen musste.
Sollte jemand wissen, wie es doch geht, beschreibe er es hier bitte ausführlich in einem Kommentar.
16 Jul
Es ist doch häufig so, dass man sich ein Gerät, in diesem Fall ein Musikinstrument (Synthesizer) kauft, und nach einer Weile gibt es ein Betriebssystem Update vom Hersteller. Zwar läuft das Gerät problemlos, aber es macht immer Sinn, auch bei einem Synthesizer das Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten. So auch beim YAMAHA CS6x (CS6R in der Rack-Version).
Zuerst überprüft man die aktuelles Betriebssystem-Version des CS6x indem man die Tastenkombination Voice + Performance + Store gedrückt hält, während man den Synthesizer einschaltet. Die aktuelle Version wird im Display unter dem Punkt ExtV und der Versionsnummer ausgegeben.
Als nächstes läd man sich die Datei CS6x.exe aus dem Download-Bereich der YAMAHA Webseite herunter, und führt das Programm aus. Dieses erstellt in einmem zu wählenden Verzeichnis die Datei: 476_ext.pgm. Diese Datei wird mit der CardFiler Software auf eine frisch Formatierte SmartMedia-Card mit 8MB Speicherplatz übertragen.
Jetzt wird der CS6x Synthesizer ausgeschaltet, und mit der getdrückten Tastenkombination Exit + Enter wieder eingeschaltet. Nun läd der CS6x (CS6R) die neue Betriebssystem-Version, was in etwas 2 Minuten dauert, und mit der Meldung Completed abgeschlossen wird.
Danach wirr er wieder ausgeschaltet, die Smart-Media Karte entfernt, und mit der gedrückten Tastenkombination Voice + Performance + Store wieder eingeschaltet. Im Display sollte, sofern alles geklappt hat, jetzt ExtV 1,61 angezeigt werden.
Noch einmal die Exit Taste drücken, und der CS6x steht mit neume Betriebssystem spielbereit zur Verfügung.
15 Jan
Irgendwann ist es immer soweit, und der geliebte, perfekt eingerichtete, Rechner (PC) gibt den Geist auf. So auch bei mir, vor etwa 2 Wochen, mitten in einer Auftragsarbeit, und es funktionierte nichts mehr. Ein neuer musste her, top aktuell mit Windows 7. Einfach die alte Festplatte einbauen wäre natürlich schön gewesen, aber der neue hat nur noch SATA anschlüsse. Das bedeutet, alles neu installieren und einrichten, auch das TASCAM FW-1884, und das könnte kompliziert werden.
Es wurde aber nicht kompliziert, so wie seinerzeit bei Windows XP (TASCAM FW-1884), denn unter Windows 7 läuft der Treiber für den OHCI-konformen 1394 Hostcontroller (Firewire Treiber) mit der richtigen Geschwindigkeit. Es muss lediglich die ältere Treiber-Version, die Windows 7 mitbringt, installiert werden.

Für das Tascam FW-1884 selber ist der Aktuelle Treiber in der Version 1.70 zu installieren. Damit läuft das Audiointerface und der DAW-Controller ohne Probleme mit Windows 7.
7 Jun
Die “Klaviatur”, welche die Roland MC-307 Groovebox für die eigene Kreativität bereithält, ist für die Auswahl der Patterns etc. gut zu gebrauchen, aber um Akkorde und Melodien in die Groovebox / Sequenzer einzuspielen, sind die Möglichkeiten und das Feeling doch mehr als nur eingeschränkt. Um dem Abhilfe zu schaffen, kann man MIDI-fähiges Keyboard z.B. ds M-Key von CME über ein MIDI-Kabel anschließen.
Als schönen Nebeneffekt erhält man so ein ganz brauchbares Keyboard bzw. einen ordentlichen Synthesizer. Darum geht es auch in diesem Beitrag.
Damit das funktioniert, verbindet man zuerst die MIDI-Out Buchse des M-Key mit der MIDI-In Buchse der MC-307. Das M-Key ist natürlich auch mit Strom zu versorgen. Entweder per Netzteil, oder über USB. Die MC-307 ist natürlich ebenfalls mit Strom zu versorgen, und an Kopfhörer, Aktiv-Boxen, Monitore, etc. zum Klingen zu bringen. Fertig ist das M-Key 307.
Will man über das M-Key 307 z.B. Piano spielen, so ein wenig besser mit Pedal und so, sollte natürlich auch ein solches in Form eines Fußschalters/tasters bzw. eines Sustainpedals angeschlossen werden. Da die meisten Fußschalter/Sustain-Pedale über einen 6,3 mm Klinkenstecker verfügen, schließt man diese am besten direkt an der Groovebox an.
An der MC-307 müssen noch folgende Einstellungen vorgenommen werden. Dazu drücken wir die System-Taste, dann F1 (SYS) dann F4 (MIDI) und stellen den Parameter: REMOTE KEYBOARD aud ON.
Haben wir ein Sustain-Pedal angeschlossen, drücken wir wieder die System-Taste, dann F1 (SYS), dann F2(LCD), nochmal F2 (CRTL) dann noch einmal eine Pfeiltaste nach unten auf den Parameter: PEDAL ASSIGN. Diesen stellen wir auf HOLD.
Ein echtes Keyboard oder Synthesizer verfügen über praktisch Tasten-Gruppen, um Sounds schnell auszuwählen. Das geht mir der Roland MC-307 natürlich nicht so einfach. Es lassen sich aber sieben Instrumente / Sounds plus ein DrumKit auf die PART Taster legen. z.B E-Piano auf2, HonkyTonk auf 3, Gospel-Spin Orgel auf 4 etc.
Damit uns die Sounds erhalten bleiben, kopieren wir die aktuelle Pattern in eine freie USER-Pattern, und haben sie so immer griffbereit. Das speichern geht so. Wir drücken die Taste System, dann F3 (WR), nochmal F3 (PTN), wählen mit dem Daten-Rad unsere freie Pattern aus, drücken F4 (WR), geben dem Kind einen Namen, z.B. KEYBOARD CME oder M-Key 307, drücken F4 (OK) und nocheinmal F4 (Exec) und fertig.
Ist das M-Key 307 so vorbereitet, hat man jederzeit ein spielbereites Keyboard. Nach dem Einschalten die Tasten USER-PATTERN und PART-SELECT hat man sein Instrumenten-Setup wieder. Es lässt sich per Knopfdruck (Part-Taster) der Klang wechseln, und mit dem Grab-Schalter Effekte ein und aus schalten. Auch die Echtzeitregler der MC-307 kann man ins Spiel mit einbeziehen und so eher Synthesizer Klänge hervorzauber.
In der Form zum Üben und Probieren eine brauchbare Sache. Lediglich der nicht so sonderlich gut auflösende Joystick des CME M-Key, lässt kein echtes Synthesizer-Feeling aufkommen. Da fehlt ein echtes Modulationsrad und der Bitchbender.
18 Apr
Bei den Tascam FW-1884 Audiointerface mit einer Seriennummer unter 0120001 war es möglich, die erste Verstärkerstufe zu zerstören, wenn man ein Kondensator-Microfon mit eingeschalteter Phantomspannung ein- bzw. ausgesteckt hat. Diese sind inzwischen gelegentlich bei Ebay zu finden.
Tascam reagierte ersteinmal so darauf, die Eingänge des Operstionsverstärkers (OPAMP) mit Dioden Type 1SS133 zu schützen. Diese Dioden wurden über die Wiederständer (CH1 R123R124, CH2 R223/R224, CH3 R323/R324, CH4 R423/R424, CH5 R523/R524, CH6 R623/R624, CH7 R723/R724, CH8 R823/R824) gelötet.
Rob Spigt (Machinator) aus Holland, hatte eine kleine Platine entwickelt, mit der man den defekten OPAMP Type NJM4580 duch eine rauschärmeren OPAMP Type NE5532 ersetzen kann. Die notwendigen Dioden sind auf der Platine gleich mit drauf.
Er verspricht sogar weniger Rauschen, bessere Dynamic und natürlich sichere Eingänge. Mit einem OPAMP der Serie OPAxxxx (OPA2604) kann der Sound der Eingangsstufe nochmals verbessert werden.
Leider ist seine Homepage under construction, der Contact Link funktioniert aber.
14 Mrz
Immer mit dem Bestreben, Technik auf dem aktuellen Stand zu halten, machte ich mich tapfer bei meiner Roland MC-307 Groovebox daran, diese von der Firmware Version 1.02 auf 1.03 upzudaten.
Das Zip-Archiv mit dem Update ist auf der folgenden Seite von Roland-Musik zu finden.
Download-Seite von Roland-Musik
Auf der Seite gibt es dan eine alphabetische Linkliste (A B C …) bei der das M für die MC-307 angeklickt werden muß. Auf der dann folgenden Seite steht ein Zip-Archiv mit dem Update zum herunterladen bereit.
Das Zip-Archiv enthält 64 MIDI-Dateien, je 32 für die Systemsoftware und den Datenbereich, und ein Anleitung. Zum einspielen der MIDI-Daten benutzte ich Samplidute SE9 und als MIDI-Interface mein Tascam FW-1884.
Zuerst müssen die 32 MIDI-Files für die Systemdaten zur MC-307 übertragen werden. Dazu habe ich in Samplitude gleich alle MIDI’S auf einmal importiert. Da Samplitude beim Importieren die erste MIDI-Datei ans Ende setzte, also 2,3,4 – 32 und dann 1, anstatt 1,2,3 – 32 mußte ich die einzelene MIDI-Objekte erstmal anpassen und verschieben. Dabei kam gleich eine Pause von 3-4 Sekunden zwischen die einzelnen MIDI-Objekte, was sich, bei der Übertragung zur Groovebox, sogar als notwendig erwies, da die MC-307 nach jedem übertragenem File noch kurz mit deren Speicherung beschäftigt ist, bevor sie den nächsten Datenblock empfangen kann.
Die gleiche vorgehensweise gilt dann auch für die 32 MIDI-Files für den MC-307 Datenbereich. Abschließend muß die Roland MC-307 noch resettet weren, d.h. zurück in den Auslieferungszustand versetzt werden.
Hier funktionierten dann aber die Anweisungen aus der beigelegten Anleitung nicht mehr, da es nach dem Update (Software-Aktualisierung) und dem nachfolgendem Wiedereinschalten immer eine “invalid Memory” Meldung gab. Zuerst erschrocken und mit der bösen Vorahnung bedacht, dass jetzt alles falsch war und die gesamte Prozedur, die ca. 40 Minuten dauert, wiederhohlt werden muss, war die Lösung dann doch recht einfach.
Anstatt die Anweiseungen zum Zurücksetzten der MC-307 Groovebox anhand der dem Update beigefügten Anleitung durchzuführen, was an der o.G. Fehlermeldung scheiterte, brachte das Wiederherstellen der Werkseinstellung wie es in dem Handbuch der Roland MC-307 beschrieben ist, den vollen Erfolg.
Was sich mit dem Update jetzt aber verbessert hat, konnte ich bis heute nicht wirklich feststellen.
Wer dazu etwas Wissen hat, möge dies doch bitte kommentieren.
27 Feb
Die MC-307 von Roland ist mit ihren 8 Sound-Kanälen ja etwas knapp bestückt. Wenn man davon jetzt noch einige mutet klingt es schon etwas dünn.
Nimmt man jetzt das Tascam FW-1884 als MIDI-Controler und nimmt das Partvolumen nur zurück, anstatt zu muten, bleibt ein bisschen Klangkulisse im Hintergrund übrig.
Damit das Funktioniert braucht man erstmal eine MIDI-Verbindung zwischen Roland MC-307 und Tascam FW-1884. Man nehme ein MIDI-Kabel und verbinde vom FW-1884 den MIDI-Out1 mit dem MIDI in des MC-307
Dann muß im Setup der MC-307 der Parameter Remote Keyboard auf Off gestellt werden, damit die Groovebox auf allen Midikanälen Daten empfangen kann.
[SETUP] -> [SYS] -> [MIDI] -> Remote Keyboard -> Off
Falls man auch ein 2. MIDI-Kabel von der MC-307 zum Tascam FW-1884 verbunden hat, empfielt es sich auch noch den Parameter THRU auf Off zu setzen.
[SETUP] -> [SYS] -> [MIDI] -> THRU -> Off
Als nächstes werden die Fader und Panoramaregler der FW-1884 programmiert. Die Kanalbelegung der MC-307 ist für die Mute-Knöpfe zuerst Kanal 10, für die Drumspur, dann folgen Kanal 1-7 für die Instrumentenspuren. (von links nach rechts)
Den Fadern weisen wir den MIDI-Controler #7 zu, dem Panoramaregler den Controller #10.
Und so gehts: Am FW-1884 den Button Control Panel drücke, danach [Shift] & [MIDI-CTRL]. Das FW-1884 befindet sich jetzt im Programmier-Modus als MIDI-Controller, der Button [MIDI-CTRL] blinkt.
Nun folgt eine Berührung am Fader 1 (FaderTouche). Bei Channel kommt der Wert 10 hinein, bei Controler der Wert 7. Der Wert für Port bleibt bei 1, ausser man hat den schon anderweitig in Verwendung. Als Nächster Dreht man den PanPot im Kanal 1. Auch hier kommt bei Channel die 10 rein, und bei Controler ebenfals die 10.
Diese Prozedur wiederholt sich für die Kanäle 2-8 (1-7 bei der MC-307). Danach noch einmal den Button [MIDI-CTRL] an der FW-1884 drücken, und die Einstellungen sind gespeichert.
Jetzt steuern die Fader und PanPots des FW-1884 die MC-307. Und so hört es sich dann an:
Soundbeispiele:
3 Dez
Heute einen kleinen Erfahrungsbericht über das Zusammenspiel von Samplitude SE 9, als Digital Audio Workstation (DAW), und dem TASCAM FW-1884 als DAW-Controller und Audio-Interface.
Wenn, wie schon beschrieben, das TASCAM FW-1884 erstmal zum laufen gebracht wurde, steht es als Audio-Interface in Samplitude auch gleich bereit, und funktioniert auch tadellos. Ich habe jetzt damit schon einige Probemitschnitte bei den Proben von 42nd Street Band gemacht. Zum Teil auch mehrspurig.
Was eine enorme Erleichterung ist, gegenüber der Bedienung von Samplitude mit Maus und Tastatur, sind die Transporttasten. Start, Stop, Record und das JogWheel machen die Bedienung doch sehr einfach.
Auch beim mischen macht sich das TASCAM FW-1884 recht gut. Die 100 mm Motofader erlauben ein sehr nuanciertes mischen der einzelnen Kanäle, und der Panorama-Regler macht was er soll. Nicht bedienen läßt sich, auf vernünftige Weise, der Equalizer mit den vorgesehenen EQ-Reglern. Samplitude SE 9 versteht das TASCAM-Protokoll nicht, und die Emulationen von Mackie und HUI bieten die Voraussetzungen nicht.
Doch gerade der Mixer von Samplitude gefällt mir persönlich besser als z.B. der von Cubase, da der EQ im Kanalzug integriert ist. Und das ich diesen mit dem TASCAM-FW 1884 nun nicht richtig nutzen kann finde ich doch sehr bedauerlich. So wie ich dass, nach Gesprächen mit den TASCAM und MAGGIX (Samplitude) Hotlines verstanden habe, müsste eine Anpassung dieser Funktion in dem Treiber des FW-1884 erfolgen. Da der wiederum von einem Drittanbieter (Frontier) stammt, und das FW-1884 ja auch schon ein paar jahre auf dem Buckel hat, wird da wohl nichts mehr dran gemacht werden.
Als nächstes wäre noch zu berichten, wie sich das TASCAM FW-1884 als MIDI-Controller macht. Auch in Bezug auf Effect-Plugins in Samplitude. Doch dazu ein andermal mehr.
26 Nov
Seit ein paar Monaten steht es nun bei mir Zuhause, und wandert ab und zu mit in den Proberaum. Das Tascam FW-1884 Audio-Interface, DAW- und MIDI Controler.
Nunja! Man informiert sich, liest Testberichte und Fachzeitschriften und denkt: ” Ja! ganau das ist es.” Doch dann packt man es aus, schließt es an und stellt fest: “Es tud net”.
Also ran an das große Orakel (Google) und mal sehen was es zu dem Thema so alles gibt. Nix! Also fast nichts.
Ein bekanntes Problem scheint der Chip auf der FireWire-Karte zu sein. Angeblich funktioniert das FW-1884 nur mit Texas-Instrument Chips auf dem IEEE-1394 Controler. Und auch nur dann, wenn bei diesem die Netzwerkfunktionen deaktiviert sind.
Falsch! Das Problem lag an Windows XP. Genauer am Servicepack 2 für Windows XP, welches einfach so, ohne Sinn und Verstand, die Geschwindigkeit der FireWire-Schnittstelle von S400 auf S100 heruntersetzt. Warum auch immer!
Die Lösung bestand darin, von der Microsoft-Internetseite ein Patch herunter zu laden, und zu installieren. Zusätzlich mußte in der Registry noch ein Eintrag gemacht werden.
Hier nun der Link zu dem Update für Windows XP: http://support.microsoft.com/kb/885222
Zur sicherheit noch der Auszug der Microsoft Webseite:
Die folgende Datei steht im Microsoft Download Center zum Download zur Verfügung:
Update für Windows XP (KB885222) jetzt herunterladen. (http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=ca0f2007-18b5-4112-8bd6-8bf4bd3130b9)
Veröffentlichungsdatum: 17. Dezember 2004
Weitere Informationen zum Download von Microsoft Support-Dateien finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
Microsoft hat diese Datei auf Viren überprüft. Microsoft hat dazu die neueste Software zur Virenerkennung verwendet, die zum Zeitpunkt der Bereitstellung verfügbar war. Die Datei befindet sich auf Servern mit verstärkter Sicherheit, wodurch nicht autorisierte Änderungen an der Datei weitestgehend verhindert werden.
Damit Sie dieses Update installieren können, muss Windows XP SP2 installiert sein.
Sie müssen Ihren Computer neu starten, nachdem Sie dieses Update installiert haben.
Dieses Update wird durch keinen späteren Hotfix bzw. Update ersetzt.
Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen und Wiederherstellen einer Sicherungskopie der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
Nach der Installation dieses Updates müssen Sie, wenn Sie einen Hostcontroller für ein neues 1394-Gerät zu Ihrem Computer hinzufügen, den SidSpeed-Eintrag in der Windows-Registrierung für den neuen 1394-Hostcontroller hinzufügen oder abändern. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
| Wert | Geschwindigkeit |
| 0 | S100-Geschwindigkeit |
| 1 | S200-Geschwindigkeit |
| 2 | S400 Geschwindigkeit (Standardwert) |
| 3 | S400/S800-Geschwindigkeit (Wert für Windows XP Service Pack 1 (SP1)) |
Hinweis Wenn Sie versuchen, einen Wert größer als 3 einzugeben, verwendet SidSpeed den Wert 0 (S100-Geschwindigkeit).
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Daten des FireWire-Controllers zu ermitteln:
Die Daten zwischen den beiden umgekehrten Schrägstrichen (\) bezeichnen die “1394_hc_hw_id” (Hardwarekennung des 1394-Hostcontrollers). Im vorliegenden Beispiel ist die Hardwarekennung “VEN_104C&DEV_8020&SUBSYS_00D81028&REV_00”. Bei den Daten nach dem zweiten umgekehrten Schrägstrich (\) handelt es sich um die “1394_instance_id” (Instanzkennung). Im vorliegenden Beispiel lautet diese “4&19FD8D60&0&60F0”.